Dein Körper – Ausdruck deines Selbst!
Übung der Woche:
[lektion id=“258″]
Selbstcheck: Welcher Körperspannungs-Typ bist du?
Unser Körper ist wie ein Instrument –
manchmal zu angespannt, manchmal zu schlaff.
Beide Extreme erzeugen Unruhe und bremsen Ausdruck und Präzision unserer Körpersprache. Das schwächt uns vor allem dann, wenn wir einem Pferd gegenüber stehen – das uns deswegen dann entweder nicht für voll nimmt, oder aber distanziert ist.
Wir sollten deswegen in der Lage sein, das ganze Spektrum unserer Körperspannung zu nutzen – von ganz weich, soft und fließend, bis hin zu stark, kräftig und energievoll.
Machen wir also ein paar Experimente. Nimm dich dazu auf Video auf oder stell dich vor den Spiegel. Tanz eine Runde zu deinem Lieblingslied. Welcher Körperspannungs-Typ bist du eher? Soft und zögerlich oder hart und kontrolliert?
Und jetzt gehts ans Experimentieren:
Experiment 1 – niedrige Körperspannung, schüchtern oder zögerlich:
🎶 Leg dir „Unstoppable“ von Sia ein!
→ Und dann leg los – Spring auf der Stelle. Versuch, bis zur Zimmerdecke oder bis zum Himmel zu kommen mit den Fingerspitzen. Spring so hoch, wie du kannst. Strecke die Arme auch zur Seite aus. Streck sie komplett aus! Gönn dir alles an Raum, was da ist und spüre die Power deiner Muskeln.
Überleg mal: Wo im Alltag könntest du ein bisschen mehr von dieser Power gebrauchen? Hol sie dir zurück, indem du an das Lied denkst (oder an ein anderes, das DIR Power gibt!)
Experiment 2 – hohe Spannung, hart oder kontrolliert:
🎶 Mach dir softe Musik an oder mach dir einen kleinen Spaß
– z. B. mit „Let it go“ (James Bay / Idina Menzel) – ICH LASS LOOOOOS!
Und dann lass los! Strech dich. lass deinen Körper Gummi und Pudding werden. Mache weiche Bewegungen, als würdest du dich schwerelos bewegen. Lockere deine Schultern, deinen Kiefer, dein Gesicht. Erlaube dir mehr und mehr Weichheit.
Überleg mal: wo in deinem Alltag könntest du die Dinge mit etwas weniger Körperspannung oder Kraft tun? Vielleicht 5% weniger, für den Anfang?
Danach: Spür mal nach.
Wie fühlt sich dein Körper jetzt an?
Welche Bewegung fühlt sich „lebendiger“ an?
Selbstwert & Vergleichen
Vielleicht merkst du, dass du dich oft mit anderen vergleichst –
mit anderen Reitern, Kolleginnen, Freunden.
Meist vergleichen wir uns nach oben, mit Menschen, die scheinbar mehr Ruhe, Können oder Kontrolle haben.
Aber dieser Vergleich ist unfair – wir können nur verlieren. Denn was wir nicht sehen, sind die Punkte, wo SIE es wiederum schwer haben (oder hatten).
Oder wir vergleichen uns mit Menschen, viel weiter sind als wir. Sie sind einen langen Weg schon gegangen, wir sind vielleicht erst am Anfang. Als würde sich ein Samenkorn mit dem ganzen, fertigen Baum vergleichen.
Darum ist es schlau, sich nur mit sich selber zu vergleichen.
Wer war ich vor einem Jahr? Vor 5? Vor 10?
Und man darf sich sogar ab und an mal ein kleines bisschen besser fühlen als andere, sich also abwärts vergleichen…auch das ist erlaubt und kann zur Abwechslung ganz gut tun (fällt dir da spontan jemand ein…?)
Körperbild
Unser Körperbild hat auch Einfluss darauf, wie wir reiten. Ob wir entspannt unsere Mitte finden, oder ob wir angespannt auf dem Pferd hocken.
Gestatte dir, dich zumindest ganz okay zu finden. Vielleicht ja auch jeden Tag ein kleines bisschen mehr? Was würde passieren, wenn du es in Betracht ziehen würdest?

